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Gleitsichtbrillen-Guide: Alles Wissenswerte zum Thema Gleitsichtbrille

Je älter wir werden, desto mehr verändern sich auch unsere Augen – das Scharfstellen in der Nähe wird zunehmend schwieriger. Die All-in-one-Lösung sind Gleitsichtgläser, die sowohl Fehlsichtigkeiten in der Nähe als auch in der Ferne korrigieren. Unser Gleitsichtbrillen-Guide beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Gleitsichtbrille.
Service – 5. Oktober 2018

Es macht sich meist um die 40 bemerkbar: Das Lesen fällt langsam schwerer, Buchstaben verschwimmen und auch das Smartphone muss man plötzlich weiter von sich weghalten, um die Dinge am Bildschirm scharf zu erkennen. Betroffen sind sowohl Personen, die bis dahin nie „schlecht“ gesehen haben als auch solche, die bereits vorher kurz- oder weitsichtig waren. Die Ursache: Presbyopie, im Volksmund auch Alterssichtigkeit genannt. Die Hintergründe dieser Art von Fehlsichtigkeit liegen in der nachlassenden Elastizität der Augenlinse – man könnte auch sagen, der Autofokus des Auges hat nicht mehr die volle Leistung. Detaillierte Infos zum Thema Presbyopie gibt es hier. In diesem Beitrag wollen wir uns lieber darauf konzentrieren, wie man den durch Presbyopie verursachten Problemen zu Leibe rücken und „erwachsene“ Augen bestmöglich unterstützen kann – und das ohne den ständigen Wechsel zwischen verschiedenen Brillen wie normaler Alltags- und Lesebrille. Die unkomplizierte All-in-one-Lösung nennt sich Gleitsichtbrille.

In diesem Guide erfährst du

  • wann die Anschaffung einer Gleitsichtbrille sinnvoll ist
  • was moderne Gleitsichtbrillen können und
  • warum Gleitsichtgläser individuell angepasst werden müssen und Qualität den Unterschied macht.

Wann ist es Zeit für eine Gleitsichtbrille?

Aber wann ist der richtige Zeitpunkt, sich eine Gleitsichtbrille zuzulegen? Das ist natürlich sehr individuell – manche fühlen sich durch die verschwommene Sicht in der Nähe lange nicht gestört, bei anderen ist der Leidensdruck stärker. Vor allem, wenn sie mehrmals täglich zwischen ihrer Alltags- und (der mittlerweile angeschafften) Lesebrille herumwechseln – und dadurch immer und überall mehrere Brillen dabei haben – müssen. Natürlich funktioniert dieses System genauso, nur ist es eben aufwändig – und oft auch stressig! Grundsätzlich gilt: Wer sich eingeschränkt oder genervt fühlt und wieder den Komfort haben möchte, auch ohne ständigen Brillenwechsel den ganzen Tag über von nah bis fern scharf zu sehen, ist bereit für die All-in-one-Lösung – eine Gleitsichtbrille.

Was Gleitsichtbrillen von heute können

Mal ehrlich: Für viele ist Gleitsichtbrille ein Wort, das sie am liebsten gar nicht hören wollen. Was nicht umsonst daran liegt, dass Gleitsichtgläsern oft noch immer ein wenig positives Image anhaftet – zu Unrecht! Denn die früheren Kinderkrankheiten der Gleitsicht-Technologien sind längst passé.

Moderne Gleitsichtgläser sind durch und durch Hightech-Fabrikate – im Gegensatz zu den früheren Glaslösungen

  • werden Gleitsichtgläser mittlerweile nicht mehr nach Standard-Blickbewegungen, sondern exakt an das Blickverhalten, anatomische Gegebenheiten und persönliche Gewohnheiten des Trägers angepasst
  • ist der gefürchtete „Schaukeleffekt“ wesentlich reduziert – d. h. man sieht damit nahezu ohne störende Verzerrungen im Randbereich stufenlos scharf von nah bis fern,
  • die räumliche Wahrnehmung ist nicht beeinträchtigt und
  • die gestochen scharfen Sehbereiche in der Ferne, Mitteldistanz und Nähe sind viel großflächiger, als es bei Gleitsichtgläsern älterer Generationen der Fall war.
  • Durch all diese Faktoren ist die Eingewöhnungszeit für moderne Qualitäts-Gleitsichtgläser meist sehr gering.

Gleitsicht nach Maß – warum individuelle Anpassung & Qualität so wichtig sind

Natürlich gibt es immer noch günstige Standard-Gleitsichtgläser für wenig Geld. Allerdings darf man sich davon weder allzu viel Komfort noch optimale Sicht in jeder Lebenslage erwarten – wer bei Gleitsichtgläsern spart, riskiert jede Menge Frust. Wer seinen Augen etwas Gutes tun (und die Eingewöhnungszeit so kurz wie möglich halten) möchte, greift deshalb am besten gleich von Anfang an zu einer vom Fachoptiker angepassten Gleitsichtbrille in hoher Qualität – es lohnt sich!

Warum die individuelle Anpassung so wichtig ist, erklärt sich in wenigen Worten: Bei Gleitsichtbrillen geht es nicht nur um die Glasstärke(n). Gerade bei Gläsern mit verschiedenen Sehbereichen ist es wichtig, dass diese optimal an das Blickverhalten des Trägers angepasst werden. Und dieses hängt stark vom jeweiligen Lebensstil ab – bin ich jemand, der viel liest, oft vor dem Computer sitzt, körperlich sehr aktiv oder draußen unterwegs ist, häufig mit dem Auto fährt oder handwerklich arbeitet? Welche Körper- und Kopfhaltung habe ich bei diesen Tätigkeiten – z. B. wie weit liegt die Zeitung üblicherweise von mir weg, wenn ich sie morgens beim Frühstück lese?

Neben all diesen Faktoren werden bei einer fachmännischen Anpassung auch anatomische Gegebenheiten des Trägers – etwa der Augenabstand und der durch die Gesichtsform vorgegebene Abstand zwischen Auge und Brillenglas – mit einbezogen. Ziel ist eine Brille, die man von früh bis spät tragen kann und die stets komfortablen und scharfen Durchblick bietet. Man könnte Gleitsichtbrillen durchaus mit Maßanzügen vergleichen – und dabei gibt man sich schließlich auch nicht mit etwas zufrieden, das nicht 100%ig passt.

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