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Sonnenbrillen-Guide: Alles Wissenswerte zum Thema Sonnenbrille

Schutz vor Augenkrankheiten, Anti-Aging und Co.: Unser Sonnenbrillen-Guide verrät, warum UV-Schutz für die Augen so wichtig ist und dunkle Gläser bei Sonnenbrillen allein nicht genügen.
Service – 6. April 2018

Wenn die Sonne vom Himmel lacht, sorgt das bei den meisten Menschen für gute Laune. Leider hat Sonnenschein – genauer gesagt UV-Strahlung – nicht nur gute Seiten, weshalb man sich auch davor schützen muss. Sonnenschutz für die Haut ist für viele schon selbstverständlich. Was man wissen muss: Zuviel Sonne schadet aber nicht nur der Haut, sondern auch den Augen! Darum sollte eine Sonnenbrille (nicht nur bei perfekt sonnigem Wetter immer mit dabei sein.

In unserem Sonnenbrillen-Guide verraten wir die wichtigsten Fragen zum Thema:

  • Warum ist UV-Schutz für die Augen überhaupt so wichtig?
  • Welche Rolle spielt die Qualität einer Sonnenbrille bezüglich ihrer Schutzwirkung – bedeutet ein dunkles Glas nicht automatisch mehr Schutz?
  • Warum sind Urlaubsschnäppchen beim Sonnenbrillen-Kauf riskant?
  • Welche Glasfarben eignen sich für welche Einsatzbereiche am besten? (Detaillierte Infos zum Thema gibt es hier.)
  • Was muss eine gute Sport-Sonnenbrille können?
  • Warum sollte ich mich in Sachen Sonnenbrille unbedingt an einen Fachoptiker wenden?

Sonnenbrand am Auge?

Es klingt zwar komisch, ist aber wahr: Sowohl die Binde- als auch die Hornhaut des Auges können einen Sonnenbrand bekommen. Im Gegensatz zur Haut reagieren die Augen sogar vielfach sensibler auf UV-Strahlen! Kinderaugen sind noch stärker gefährdet, da die entsprechenden Schutzmechanismen noch nicht vollständig entwickelt sind. Ohne UV-Schutz kann es zu akuten Binde- und Hornhautentzündungen bis hin zu irreparablen Augen- und Netzhautschäden (nähere Details dazu gibt es in diesem Artikel) kommen.

Sonneneinstrahlung wird leider noch viel zu oft unterschätzt – gerade an nicht sonnigen Tagen. Denn auch bei Bewölkung dringt immer noch ein beträchtlicher Anteil der UV-Strahlung durch und kann Haut und Augen schädigen. Sonnenbrillen sind also nicht nur bei strahlendem Sonnenschein angesagt.

Dunkle Gläser sind nicht genug

Wie du deine Augen am besten vor der Sonne schützt? Die Antwort liegt auf der Hand: Mit einer Sonnenbrille. Jetzt könnte man denken: Das ist doch logisch, außerdem trage ich sowieso immer Sonnenbrillen – schließlich machen coole Shades ein Outfit erst komplett. Damit ist es aber noch nicht getan – denn bei einer Sonnenbrille zählt vorrangig die Qualität.

Warum? Dunkle Gläser alleine bieten nicht automatisch Schutz vor UV-Strahlung. Durch dunkel getönte Brillengläser ohne entsprechenden UV-Filter gelangen sogar noch mehr schädliche Strahlen ans Auge als es ohne Sonnenbrille, da sich durch das dunkle Glas die Pupille weitet.

Lieber kein Urlaubsschnäppchen

In zahlreichen Shops und Bazars in Urlaubsorten findet man superhippe Sonnenbrillen zum Schleuderpreis, und nur zu leicht lässt man sich dort zu einem Spontankauf hinreißen … „weil es ein Modell ist, das ich zuhause eh nicht tragen würde“, „… nur für den Urlaub, weil sie am Strand sowieso so schnell kaputt wird“ oder „weil es bei teuren Brillen so schade ist, wenn man sie verliert, und bei dieser ist es egal.“

Leider ist bei solchen Modellen aber häufig nicht nur die Marke gefälscht, sondern auch die Schutzangaben, d. h. das CE- und UV-400-Zeichen an der Innenseite der Bügel. Die CE-Markierung steht dafür, dass die Brille die erforderlichen Sicherheitsanforderungen erfüllt. Die UV-400-Kennzeichnung bestätigt, dass ein Brillenglas UVA-, UVB- und UVC-Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometer absorbiert.

Lichtdurchlässigkeit: Vier Kategorien

Zusätzlich gibt es in der EU vier Kategorien, die den Blendschutz angeben – die Ziffer vier steht für den höchsten Schutzeffekt, d. h.  bis zu 97 Prozent der Strahlung werden absorbiert. Für den Sommerurlaub am Meer empfehlen Experten mindestens die Kategorie drei.

  • Kategorie 0: 80–100 Prozent Lichtdurchlässigkeit, sehr heller Filter, geeignet für abends
  • Kategorie 1: 43–80 Prozent Lichtdurchlässigkeit, heller bis mittlerer Filter, für wolkige Tage z. B. in der Stadt
  • Kategorie 2: 18–43 Prozent Lichtdurchlässigkeit, dunkler Universalfilter, geeignet für den Sommer, adäquater Blendschutz für unsere Breitengrade (Mitteleuropa)
  • Kategorie 3: 8–18 Prozent Lichtdurchlässigkeit, sehr dunkler Filter, empfehlenswert für südliche Gefilde, helle Wasseroberflächen, Strand und Berge
  • Kategorie 4: 3–8 Prozent Lichtdurchlässigkeit, dunkelster Filter, zu dunkel für Straßenverkehr, passend für Hochgebirge und Gletscher

Übrigens: Die Farbe der Gläser, ob nun dunkelgrau, -braun, blau oder grün oder verspiegelt, sagt übrigens erst einmal nichts über den Sonnenschutz aus!

Es klingt zwar komisch, ist aber wahr: Sowohl die Binde- als auch die Hornhaut des Auges können einen Sonnenbrand bekommen.

Deine steirischen Optiker

Welche Glasfarben für welchen Einsatzbereich?

Die häufigsten Farben bei Sonnenbrillen-Gläsern sind Braun, Grau und Grün – die auch deshalb so beliebt sind, weil sie die Umgebungsfarben am wenigsten verfälschen. Braun wird vor allem bei sommerlichem Licht als angenehm empfunden, Grün eignet sich gut bei Bewölkung (allerdings weniger für schnelle Sportarten) und dunkles Grau passt gut bei sehr hellen Lichtverhältnissen, z. B. am Gletscher oder am Meer. Blaue Gläser mögen zwar vielleicht gut aussehen, gelten unter Fachoptikern allerdings als absolutes No-go. Warum? Weil dadurch die Kontrastwahrnehmung stark sinkt – was vor allem beim Sport und im Straßenverkehr gefährlich werden kann! Detaillierte Infos zu Glasfarben bei Sonnenbrillen findest du in diesem Artikel.

Was macht eine gute Sport-Sonnenbrille aus?

Wenn’s um sportliche Action im Freien geht, darf vor allem eines nicht fehlen: Der perfekte Durchblick. Die Sonne blendet, Wind, Insekten oder Staub können die Sicht trüben – was sowohl die Reaktionszeit als auch die Performance und Sicherheit beeinträchtigt. Um dies zu vermeiden – und natürlich auch, um seine Augen vor UV-Strahlen zu schützen – sollte man als Sportler draußen nie ohne eine Sport-Sonnenbrille unterwegs sein.

Auch bei Sport-Sonnenbrillen ist die Qualität das A und O. Die „normale“ Sonnenbrille, die man im Alltag trägt, eignet sich zum Sporteln weniger – denn Material, Passform und Glas spielen bei Sport-Sonnenbrillen eine wesentliche Rolle:

  • Am besten eignet sich verzerrungsfreier, bruchsicherer Kunststoff.
  • Damit die Brille komfortabel sitzt und nicht verrutscht, verfügen Sportbrillen oft über Flexzonen und elastische Nasenstege.
  • Es gibt auch Hightech-Modelle, bei denen Zirkulationssysteme bzw. spezielle Beschichtungen verhindern, dass die Gläser anlaufen.
  • Qualitäts-Sonnengläser absorbieren UV-Strahlen bis 380 nm, für extreme Lichtverhältnisse, wie sie etwa am Gletscher oder am Meer vorherrschen, werden spezielle Gläser mit UV-Blockern bis 450 nm empfohlen.

Ausschlaggebend bei der Auswahl einer Sport-Sonnenbrille ist auch der geplante Einsatzzweck: Sportler wie Mountainbiker, die oft bei wechselnden Lichtverhältnissen (Sonne – Schatten) unterwegs sind, sind mit kontraststeigernden Wechselgläsern gut beraten, die dafür sorgen, dass Farben natürlich wiedergegeben werden und man Details gut erkennt. Für Wassersportler eignen sich polarisierende Gläser.

Auch, wenn man kurz- oder weitsichtig ist, ist das bei Sport-Sonnenbrillen grundsätzlich kein Problem: Die meisten Modelle können mit optischen Gläsern bzw. praktischem Clip-In-System ausgestattet werden.

Sonnenbrillen sind Expertensache

Wer seinen Augen etwas Gutes tun will, sollte sich in Sachen Sonnenbrille an einen Fachoptiker wenden. Er kann jedes Sonnenbrillenglas auf die UV-Absorption überprüfen (d. h. prüfen, ob ausreichender UV-Schutz vorhanden ist), checken, ob eine Brille gut sitzt und ob die Glasart den Ansprüchen für den jeweiligen Einsatzbereich – Alltag, Sport, Autofahren – gerecht wird. Wenn du Sonnengläser mit Dioptrienstärke benötigst, bekommst du diese dort maßgeschneidert für deine Sehstärke und -bedürfnisse.

Und, nicht zu vergessen: Auch in Sachen Style kannst du beim Fachoptiker nichts falsch machen – erfahrene Optiker wissen, welche Shades am besten zu deinem Typ und deiner Gesichtsform passen und deine Vorzüge betonen. Das einzige, was schwierig werden könnte, ist die Entscheidung für dein Lieblingsmodell, denn die stets aktuellen Kollektionen der Top-Hersteller halten so viele stylishe Modelle parat, dass es oft nicht bei einer Sonnenbrille bleibt …

Die Sonnenbrille ist mein mobiler Lidschatten. Durch sie sieht alles ein bisschen jünger und schöner aus.

Karl Lagerfeld

Faltenkiller Sonnenbrille

Ein Argument, dass vor allem die Ladies aufhorchen lassen wird: Sonnenbrillen schützen nicht nur die Augen vor schädlicher UV-Strahlung, sondern auch die zarte Haut rundherum. Die, wie wir wissen, ziemlich anfällig für Fältchen ist! Dass UV-Strahlen die Haut schneller altern lassen, ist kein Geheimnis. Zusätzlich kneift man ohne Sonnenbrille in heller Umgebung öfters die Augen zusammen – was Falten zusätzlich begünstigt. Eine Gesichtscreme mit UV-Schutz plus Sonnenbrille ist also eine gute Anti-Aging-Kombi!

Sonnenbrille-Guide Optiker Steiermark © Pixabay/Pexels
Sonnenschein sorgt für gute Laune – die richtige Sonnenbrille sorgt für guten (und gesunden!) Durchblick.

Weil die richtige Sonnenbrille das Leben noch sehenswerter macht.

Deine steirischen Optiker

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