Menü
© Pixabay/theharpreetbatish

Grauer Star und Co.: Mit Sonnenbrillen das Risiko minimieren

Welche Bedeutung UV-Strahlen bei der Entstehung von Augenkrankheiten haben und wie man sich am besten schützt.
Service – 8. August 2018

Ob ausgedehnte Spaziergänge während eines Städtetrips, entspanntes Sonnenbraten am Pool mit dem Lieblingsschmöker oder stundenlanges Herumwerkeln im Garten – jeder verbringt den Sommer auf seine ganz eigene Art unt Weise. Fakt ist: Es gibt kaum jemanden, der in der warmen Jahreszeit nicht gern so viel wie möglich draußen ist und das sonnige Wetter ausnutzt. Eine Sonnenbrille ist mittlerweile Standard-Accessoire – schon allein, weil sie uns die Sonnenstrahlen ohne unangenehme Blendung genießen lässt. Aber nicht nur das macht Sonnenbrillen so wichtig – sondern vor allem die Tatsache, dass sie den Augen Schutz vor UV-Strahlen bieten.

In diesem Artikel erfährst du

  • welche Spätfolgen unzureichender UV-Schutz an den Augen haben kann und wie bzw. warum das Tragen einer Sonnenbrille das Risiko langfristiger Augenschäden und –krankheiten wie Grauer Star und Makuladegeneration reduziert
  • welche Merkmale und Kennzeichnungen eine Sonnenbrille aufweisen muss, um ausreichenden Schutz zu bieten (und warum dunkle Gläser allein die Augen nicht automatisch vor UV-Strahlen schützen) und
  • in welchen Fällen bzw. für welche Personen UV-Schutz für die Augen besonders wichtig ist.

Die Folgen von Sonnenbrand am Auge

Ebenso wie die Haut kann auch das Auge einen Sonnenbrand bekommen – mit unangenehmen Folgen: Die Bindehaut schwillt an, das Auge rötet sich und schmerzt. Bei einer Photokeratitis (auch bekannt als „Schneeblindheit“), die oft auftritt, wenn das Auge zu lange am Strand oder im Schnee der Sonne ausgesetzt war, ist sogar die Hornhaut des Auges betroffen. Zwar heilt eine Photokeratitis – üblicherweise – von selbst ab, im schlimmsten Fall kann die äußerste Hornhautschicht aber dauerhaft Schaden nehmen.

Bleibende Schäden an Linse und Netzhaut sind schmerzlos und machen sich erst über die Jahre bemerkbar. Zu den Spätfolgen bzw. Risikofaktoren von zuviel UV-Strahlung am Auge zählt etwa die Makuladegeneration, die häufigste Ursache für Blindheit im Alter. Bei dieser Erkrankung der Netzhaut ist die Mitte der Netzhaut, also die Stelle des schärfsten Sehens, betroffen. Die Symptome sind Verlust der Lesefähigkeit und des zentralen Gesichtsfeldes im höheren Alter.

Sonnenlicht und Grauer Star

Ein Zuviel an UV-Strahlung begünstigt auch die Entstehung des Grauen Stars, bekannt auch als Katarakt oder Linsentrübung. Durch die Trübung der Augenlinse dringt bei dieser Krankheit nicht mehr ausreichend Licht an die Netzhaut durch. Die Folgen: Verschwommenes Sehen wie durch einen Nebelschleier, Farben und Kontraste verlieren an Intensität und die Patienten reagieren empfindlich auf Licht und Blendung, vor allem nachts im Straßenverkehr. Zahlreiche Studien belegen, dass UV-Strahlen einen der Risikofaktoren für Grauen Star darstellen (nicht umsonst tritt die Krankheit in Regionen nahe des Äquators häufiger auf!). Grundsätzlich entsteht Grauer Star im höheren Alter – bei Personen, deren Augen jedoch oft ungeschützt der Sonne ausgesetzt sind, kann die Linsentrübung auch schon im mittleren Alter vorkommen.

Auch bzw. gerade nach einer Star-Operation ist UV-Schutz immens wichtig: Bei der OP wird die trüb gewordene Augenlinse durch eine neue Linse ersetzt. Diese künstlichen Linsen schützen die Netzhaut aber oft nicht so gut vor UV-Strahlung, weshalb eine (qualitativ hochwertige!) Sonnenbrille Pflicht ist, um das Risiko weiterer Erkrankungen zu reduzieren.

Wieviel UV-Schutz muss sein?

Tatsache ist: Ob eine Sonnenbrille ausreichenden UV-Schutz bietet, hängt nicht von der Tönung der Gläser ab. Denn minderwertige Sonnenbrillen mit dunklen Gläsern richten oft mehr Schaden an als ein Sonnenbad mit ungeschützten Augen! Warum? Durch eine dunkle Tönung der Gläser ohne UV-Filter wird die Pupille weit und so gelangt noch mehr UV-Licht ans Auge als ohne Sonnenbrille.

Merkmale, über die eine Sonnenbrille unbedingt verfügen sollte:

  • das CE-Zeichen – dieses zertifiziert den gesetzlich vorgeschriebenen UV-Schutz
  • die UV-400-Markierung (d. h. die Gläser filtern UV-Strahlen mit einer Wellenlänge von bis zu 400 nm, was UV-B und UV-A-Strahlen mit einschließt)
  • ausreichend dunkle Gläsertönung

In Sachen Tönung sollten Sonnenbrillen stets an die Lichtstärke vor Ort angepasst sein (detaillierte Infos dazu gibt’s im Sonnenbrillen-Guide). Wichtig: Die Glasfarbe allein sagt erst einmal nichts über den UV-Schutz aus. Hier findest du weitere Infos zum Thema Glasfarben.

Den Augen zuliebe: Besser gleich zum Experten!

Was man wissen sollte: Selbst, wenn CE-Kennzeichnung und UV-400-Markierung vorhanden sind, heißt das noch lange nicht, dass eine Brille auch adäquaten UV-Schutz bietet! Denn gerade in Urlaubsländern sind jede Menge gefälschte Sonnenbrillen zum Schnäppchenpreis im Umlauf. Deshalb: Wer seinen Augen etwas Gutes tun will, wendet sich in Sachen Sonnenbrille besser an einen Fachoptiker. Dort kannst du sicher sein, optimalen Sonnenschutz für deine Augen zu finden – perfekt angepasst an deinen Lifestyle und deine persönlichen Bedürfnisse.

Noch ein Tipp für Eltern: Da Kinderaugen noch empfindlicher auf UV-Strahlen reagieren, sollte man seine Sprößlinge am besten schon von klein auf an Sonnenbrillen gewöhnen. Alles Wissenswerte zu Kindersonnenbrillen – z. B. welche Merkmale eine gute Kindersonnenbrille ausmachen, kann man in diesem Artikel nachlesen.

sonnenbrille augenkrankheiten optiker steiermark © Pixabay/Skitterphoto
Gesunde Augen und klare Sicht: Eine Sonnenbrille trägt wesentlich zum Schutz vor Augenkrankheiten bei.

Auch #sehenswert

Diese Website verwendet Cookies - nähere Informationen dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Klicken Sie auf "Zustimmen", um Cookies zu akzeptieren und direkt unsere Webseite zu besuchen. Sie können Cookies jedoch auch in unserer Datenschutzerklärung deaktivieren.