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© iStock/nicoletaionescu

Style-Guide: Welche Brille für welche Gesichtsform?

Eine perfekt passende Brille zu finden ist oft gar nicht so einfach – immerhin ist jedes Gesicht einzigartig, und das Angebot an verschiedenen Brillendesigns heutzutage enorm. Zu wissen, welche Brille welcher Gesichtsform schmeichelt, ist bei der Auswahl jedoch oft schon die halbe Miete. Mehr dazu in unserem Guide.
Service – 8. Oktober 2019

Die Suche nach einer neuen Brille – für die einen pures Vergnügen, für andere ein kleines Drama. Manchmal genügt ein Griff, um eine Fassung zu finden, die die Vorzüge des Gesichts perfekt betont. Oft genug dauert die Entscheidung aber auch gefühlt ewig, nach zig probierten Brillen war immer noch nichts Passendes dabei, man ist unsicher, was passt und was nicht oder hat sich zu sehr auf einen Trend versteift. Fakt ist: Eine Brille kann mit einem Gesicht viel machen – sie kann das Aussehen positiv beeinflussen, aber leider auch das Gegenteil bewirken. Was die Entscheidung für die richtige Fassung umso wichtiger macht.

In diesem Beitrag erfährst du

  • Wie man seine Gesichtsform schnell und unkompliziert selbst bestimmt
  • welche Brille zu welcher Gesichtsform passt bzw. nicht passt und
  • welche Faktoren bei der Auswahl noch eine Rolle spielen.

Welche Brille für welche Gesichtsform: Allgemeines

Ein Tipp gleich vorab: Wer seine Brille gemeinsam mit einem Fachoptiker aussucht, wird meist schnell fündig und ist lange glücklich mit seiner Entscheidung. Warum? Der Optiker hilft, bei der Anpassung zu Brillenmodellen zu greifen, die der Gesichtsform und dem Stil bzw. auch persönlichen (Seh-)Bedürfnissen und Gewohnheiten des Trägers entsprechen und den geplanten Einsatzbereich berücksichtigen. Was nicht nur jede Menge Frust, sondern auch Zeit spart.

Natürlich ist es bei der Brillenauswahl aber auch hilfreich, über gewisse Style-Regeln selbst Bescheid zu wissen – so kann man bereits vorab bestimmte Modelle herausfiltern, die infrage kommen. Zur Info: Diese Regeln gelten sowohl für Sonnen- als auch für Korrektionsbrillen.

Wie bestimme ich meine Gesichtsform?

Viele wissen gar nicht, welche Gesichtsform sie selbst haben bzw. haben sich mit diesem Thema noch nie beschäftigt. Zu welchem Gesichtsform-Typ man zählt, ist allerdings einfach herauszufinden. Entweder, man stellt sich vor den Spiegel (unbedingt: Haare aus dem Gesicht!) und zeichnet die Kontur seines Gesichts mit einem wasserlöslichen Stift, Kajal o. ä. nach oder man zeichnet die Kontur auf einem Foto nach – was natürlich auch digital am Smartphone funktioniert.

Klassifizieren lassen sich Gesichtsformen grob über geometrische Figuren – rund, oval, quadratisch, rechteckig und dreieckig (in diesem Fall als herzförmiges Gesicht bezeichnet).

Brille und Gesichtsform Optiker Steiermark© iStock/ma-lina
Die gängigsten Gesichtsformen im Überblick: Herzförmig/dreieckig, oval, rund, quadratisch und rechteckig.

Wichtig: Tut man sich schwer, sein Gesicht einer genauen Form zuzuordnen, liegt das meist daran, dass man ein Mischtyp ist – zum Beispiel oval-herzförmig. In diesem Fall bei der Brillenauswahl einfach Brillen für beide Gesichtsformen probieren.

Welche Brille für welche Gesichtsform?

Rundes Gesicht

Flächigen, runden Gesichtern mit vollem Wangenbereich schmeicheln (recht)eckige Brillenformen, die das Gesicht markanter erscheinen lassen und es strecken. Der Abstand zwischen Wangenknochen und Augenbraue ist bei runden Gesichtern meist recht kurz – oft schaffen schmale Gläser einen guten Ausgleich dazu. Auch gut: Dezent gehaltene, zum Beispiel rahmenlose Fassungen, weil sie die Breite des Gesichts nicht weiter betonen – die Bügel hingegen können ruhig einen auffälligen Kontrast bilden. Auch die trendigen Flat-Top- oder Shield-Brillen (mehr dazu in unserem Trend-Guide) stehen runden Gesichtern gut. Als No-Go gelten hingegen runde Brillen, da sie die Gesichtsform optisch unvorteilhaft verstärken.

Brille und Gesichtsform Optiker Steiermark© iStock/juliawhite
Eckige Brillenformen stehen runden Gesichtern am besten. Runde Fassungen sind hingegen eher unvorteilhaft.

Rechteckiges Gesicht

Kantige Züge mit ausgeprägter Kinnpartie sehen mit runden oder ovalen Brillenfassungen gleich weicher und femininer aus – weshalb vor allem Frauen mit markanten Gesichtsformen gern zu Cateye-, Piloten-, Panto- oder runden Retro-Fassungen, aber auch zu minimalistischen Metallfassungen greifen. Hohe Gläser schmeicheln rechteckigen Gesichern ebenso wie auffällige, markante Vollrandfassungen, die die Länge des Gesichts optisch harmonisieren. Eckige Fassungen hingegen lassen das Gesicht oft härter aussehen als gewollt. Männer mit kantigen, maskulinen Gesichtszügen wiederum betonen diese oft gern zusätzlich durch eckige Brillen.

Brille und Gesichtsform Optiker Steiermark© iStock/juliawhite
Markante Vollrandfassungen mit hohen Gläsern, zum Beispiel im Cateye-Stil, harmonisieren mit rechteckigen Gesichtsformen.

Quadratisches Gesicht 

Wie beim rechteckigen Gesichtstyp charakterisiert sich auch das quadratische Gesicht durch gerade seitliche Konturen, einen markanten Kinn- und Wangenbereich und einen eckigen Stirnbereich. Im Vergleich zur rechteckigen Form ist das Gesicht hier weniger lang. Weshalb man auf Fassungen und Details zurückgreifen sollte, die das Gesicht optisch strecken – zum Beispiel rahmenlose Fassungen mit breiten, auffälligen Bügeln. Auch Cateye-, Panto- oder Pilotenbrillen schmeicheln quadratischen Gesichtszügen. Wer hohe Wangenknochen hat, ist mit schmalen Gläsern gut beraten, denn hohe, flächige Gläser liegen oft unangenehm auf den Wangenknochen auf. Auch bei diesem Gesichtstyp gilt: Finger weg von eckigen Brillen – es sei denn, man möchte die markanten Züge noch extra hervorheben.

Brille und Gesichtsform Optiker Steiermark© iStock/juliawhite
Quadratischen Gesichtern stehen Brillen, die strecken – zum Beispiel Cateye- und Panto-Fassungen.

Herzförmiges Gesicht

Ein breiter, dominanter Stirnbereich, ausgeprägte, hohe Wangenknochen und eine schmalen, eher spitzen Kinnpartie – diese Faktoren charakterisieren das herzförmige Gesicht. Am harmonischsten wirken hier Brillen mit ovalen oder runden Gläsern. Zarte Fassungen, wie rahmenlose Brillen oder die aktuell trendigen Metallbrillen, schmeicheln besonders schmalen herzförmigen Gesichtern. Tief angesetzte Bügel gleichen den präsenten Stirnbereich aus. Markante, dicke Vollrandfassungen sind für die Herzform eher unvorteilhaft, da sie die meist kleine Gesichtsfläche erdrücken. Auch von allzu breiten Fassungen sollte man die Finger lassen – der ohnehin ausgeprägte obere Gesichtsbereich wird dadurch zu sehr betont.

Brille und Gesichtsform Optiker Steiermark© iStock/juliawhite
Zum herzförmigen Gesichtstyp passen am besten Brillen mit ovaler oder runder Form mit tief angesetzten Bügeln.

Ovales Gesicht

Bei einem weich gerundeten Stirn- und Kinnbereich und Wangenknochen, die nach oben und unten leicht schräg zulaufen spricht man von einem ovalen Gesicht. In Sachen Brille kann man sich hier ziemlich austoben – zu dieser Gesichtsform passt nämlich so gut wie alles. Grundsätzlich gilt: Gerundete Formen lassen das Gesicht weicher erscheinen, eckige Brillen härter und markanter. Am besten, man probiert sich durch die aktuellen Trends.

Brille und Gesichtsform Optiker Steiermark© iStock/juliawhite
Bei einem ovalen Gesicht kann man brillentechnisch aus dem Vollen schöpfen – sprich, hier passt grundsätzlich jede Form.

Welche Faktoren bei der Brillenauswahl noch eine Rolle spielen

Das Sprichwort „Regeln sind da, um gebrochen zu werden“ trifft mitunter auch bei Brillenfassungen zu. Darum sollte man o. g. Regeln eher als Anhaltspunkte statt als strenges Gesetz sehen und bei der Brillenauswahl ruhig experimentieren – denn oft wirkt eine Brille, die eigentlich als No-Go für eine bestimmte Gesichtsform gilt, gerade dadurch besonders interessant.

Aber nicht nur die Gesichtszüge spielen bei der Brillenauswahl eine Rolle. Auch die Proportionen von Nase, Augen, der Augenabstand sowie der Abstand zwischen Augen und Brauen sollten mit einbezogen werden. Dazu kommen der persönliche Geschmack sowie Kleidungsstil des Trägers und nicht zuletzt der geplante Einsatzbereich der Brille – soll es eine Alltags- oder Zweitbrille werden, eine zum Autofahren oder zum Arbeiten am Bildschirm? Viele Auswahlkriterien, die aber am Ende bestimmen, wie glücklich man mit seiner Brille ist. Deshalb am besten ab zum Experten – dem Fachoptiker, der bei der Auswahl mit wertvollem Know-how zur Seite steht und noch dazu stets die neuesten Trends auf Lager hat.

Mehr Styletipps für Brillenträger gibt es übrigens hier!

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