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Sportbrillen-Guide: Alles Wissenswerte zum Thema Outdoor-Sportbrille

Beim Sport im Freien ist scharfe Sicht das A und O, um Unfälle zu vermeiden und die Performance zu steigern. Unser Sportbrillen-Guide beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema.
Service – 25. April 2019

Ob Mountainbiken, Rennradfahren, Wandern, Bergsteigen oder Surfen – der Frühling lockt die Outdoorsportler wieder ans Licht! Neben der passenden Ausrüstung sollte ein kleines, aber wichtiges Accessoire nicht fehlen: eine Sport(sonnen)brille.

In diesem Sportbrillen-Guide erfährst du

  • warum Sportbrillen beim Sport im Freien so wichtig sind
  • was eine gute Sport(sonnen)brille ausmacht,
  • welche Brillen sich für welche Sportarten eignen und
  • warum die Auswahl der passenden Sportbrille sehr individuell ist.

Warum brauche ich eine Sportbrille? 

Für viele ist Outdoorsport der perfekte Ausgleich zum Alltag, bei dem man inmitten der Natur abschalten und gleichzeitig noch seiner Gesundheit etwas Gutes tun kann. Aber: Sport im Freien birgt auch ein hohes Verletzungsrisiko – laut Studien des Kuratoriums für Verkehrssicherheit verletzen sich österreichweit pro Jahr etwa 200.000 Menschen dabei schwer. Experten zufolge tragen rund 40 Prozent aller Outdoorsportler mit Fehlsichtigkeit beim Sport weder Brille noch Kontaktlinsen, was auf Kosten der Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit geht und das Unfallrisiko – logischerweise – beträchtlich erhöht.

Fakt ist: Egal, ob Amateur, Hobbysportler oder Profi – so, wie man in passende Ausrüstung für die jeweilige Sportart investiert, sollte man es seiner Sicherheit und seinen Augen zuliebe auch bei Sportbrillen tun. Ein klarer Durchblick kann übrigens auch die sportliche Leistung deutlich steigern!

Wichtig: Die „normale“ Alltagsbrille oder nicht auf sportliche Aktivitäten ausgerichtete Sonnenbrillen schützen die Augen beim Sport nicht ausreichend und können, sofern sie zu Bruch gehen, sogar richtig gefährlich werden. Wer beim Sport keine Korrektionsbrille tragen möchte, lieber auf Kontaktlinsen zurückgreift bzw. gar nicht fehlsichtig ist, sollte bei Aktivitäten im Freien trotzdem eine Sportsonnenbrille tragen, die die Augen vor UV-Schäden (mehr dazu in unserem Sonnenbrillen-Guide) sowie vor Blendung, Staub, Wind, Regen, Insekten und Pollen schützt.

Was muss eine Sportbrille bzw. Sportsonnenbrille können?

Grundsätzlich gilt – wie bei jeder Art von Brille: Qualität ist das A und O. Bei Sportbrillen zählen vor allem Material, Passform und Glas. Sportbrillen müssen leicht sein, sind ergonomisch geformt, bestehen aus bruchsicherem Kunststoff und verfügen über flexible Bereiche und elastische Nasenstege, damit sie nirgends drücken, stets komfortabel sitzen und weniger verrutschen. Es gibt auch Modelle mit dünneren Bügeln, die unter Helmen getragen werden können sowie solche mit Luftzirkulationssystemen und speziellen Beschichtungen, die ein Beschlagen der Brille verhindern. Zusätzlich sollten Sportbrillen über reflexmindernde Entspiegelungen verfügen.

Wichtig ist auch der UV-Schutz der Gläser bei Sportsonnenbrillen: Qualitäts-Sonnengläser (unbedingt auf das CE-Zeichen achten!) absorbieren UV-Strahlen bis 380 nm, für extreme Lichtverhältnisse wie am Gletscher oder am Wasser werden UV-Block-Gläser bis 450 nm empfohlen. Wichtig bei Sonnenbrillen: Die Tönung der Gläser allein sagt überhaupt nichts über den UV-Schutz aus! Warum das so ist, erfährst du in unserem Sonnenbrillen-Guide – inklusive detaillierter Infos zu gängigen UV-Schutz-Kategorien bei Sonnenbrillen.

Eine praktische Sonderform sind phototrope Gläser, die sich der Lichtintensität anpassen. Mittlerweile brauchen solche Gläser nur noch rund 20 Sekunden, um die passende Tönung zu erreichen – und auch das Spektrum des herausgefilterten Lichts entspricht 400 nm (wie bei einer Sonnenbrille).

Sportbrillen-Guide Optiker Steiermark© Pexels/Thomas Borges

Welche Sportbrille für welche Sportart?

So wie man zum Mountainbiken eine andere Ausrüstung braucht als zum Golfen, gibt es auch bei Sportbrillen unterschiedliche Modelle für verschiedene Sportarten. Also eine eigene Brille für jede Aktivität? Das mag sich vor allem für jene, die mehrere Sportarten ausüben, erst einmal nach einer großen Investition anhören.
Aber: Qualitativ hochwertige Sportbrillen begleiten einen meist über mehrere Jahre. Und: Betrachtet man die damit verbundenen Vorteile – wesentlich erhöhte Sicherheit, langfristiger Schutz vor UV-Schäden und verbesserte Performance – macht das den finanziellen Aufwand locker wieder wett! Selbstverständlich gibt es auch Sportsonnenbrillen für mehrere Sportarten – ein Fachoptiker weiß am besten, welche Gläser sich für welche Anwendungsbereiche eignen und was kombiniert werden kann.

Hier gibt’s einen kleinen Einblick über die Ansprüche an (optische) Sport- und Sportsonnenbrillen für verschiedene Sportarten:

Wandern & Bergsteigen

  • kontraststeigernde Gläser für unterschiedliche Lichtsituationen
  • Schutz bei verschiedensten Witterungen
  • ausreichender UV-Schutz
  • hoher Blendschutz (vor allem in schneebedeckten Regionen)
  • gewölbte Gläser schützen vor seitlicher Lichteinstrahlung (sorgt für verbesserten Kontrast)
  • guter Sitz, auch bei schnellen Bewegungen und Geländewechseln

Radfahren

  • kontraststeigernde Gläser für unmittelbare Licht-Schatten-Wechsel, eventuell auch
  • phototrope Gläser bzw. Wechselgläser (z. B. für den Wechsel vom Tageslicht zur Dämmerung)
  • ausreichend Schutz vor Staub, Wind, Regen sowie vor UV-Strahlen und Blendung
  • großes Sichtfeld für periphere Sicht (fördert Koordination und Sicherheit)
  • gute Luftzirkulation
  • sicherer Sitz – besonders für Mountainbiker in unwegsamem Gelände

Laufen

  • eher hellere, kontrastreiche Gläser
  • sicherer Sitz ohne Verrutschen
  • gute Belüftung
  • Schutz vor verschiedensten Witterungen

Wassersport

  • Schutz vor intensiver UV-Strahlung
  • Schutz vor Blendung durch Reflexionen durch polarisierende Gläser (mehr Infos dazu findest du hier)
  • flexibles Sportband zum Fixieren (schützt vor Verlust der Brille)

Ballsport

  • breites Blickfeld – bei schnellen Sportarten ist gute Reaktion und Hand-Auge-Koordination gefordert
  • stabiler Sitz bei abrupten Bewegungen
  • besonders bruchsicheres Material

Golf

  • großes Blickfeld, vor allem im unteren Bereich (damit kann man beim Abschlag eine entspannte Körperhaltung bewahren)
  • getönte Gläser mit gutem Kontrast – aber nicht zu dunkel

 

Sportbrillen: Eine individuelle Entscheidung

Trotz dieser Anhaltspunkte bzw. Empfehlungen ist die Auswahl der passenden Sportbrille meist sehr individuell – sprich, dabei kommen zig Faktoren wie persönliche Vorlieben und Gewohnheiten zum Tragen. Das fängt bei der Glasfarbe an (mehr Infos rund um die gängigsten Glasfarben findest du übrigens hier) und reicht über den optimalen Sitz der Brille bis hin zu den Fragen: Für welche Sportarten will ich meine Sportbrille verwenden, möchte ich sie auch unter einem Helm tragen, bin ich oft bei schlechtem Wetter unterwegs und brauche ich eine optische Sportbrille oder eine ohne Stärke?

Wichtig: Da man bei Sportbrillen in einem sehr schrägen Winkel durch die Brillengläser schaut und diese meist stärker gebogen sind, bedarf es für die Verglasung von optischen Sportbrillen eine eigene Glastechnik, die den sogenannten Fassungsscheibenwinkel berücksichtigt – sprich, für den perfekten Durchblick ist hier das Know-how eines Experten, sprich Fachoptikers, gefragt! Er steht bei der Suche nach dem passenden Modell mit Rat und Tat zur Seite und kann auch weiterhelfen, wenn z. B. eine Kombi-Sportbrille für mehrere Einsatzbereiche benötigt wird.

Das Ergebnis: Eine Sport(sonnen)brille, mit der du in Zukunft nicht nur sicherer unterwegs bist, sondern auch in Sachen Performance stets Vollgas geben kannst!

Sportbrillen-Guide Optiker Steiermark© Pexels/Eberhard Grossgasteiger
Eine individuell angepasste Sportbrille garantiert beeindruckende Aussichten!

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