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Sehschwächen bei Kindern: Woran erkenne ich, ob mein Kind schlecht sieht?

Das neue Schuljahr naht – und damit auch wieder neue Herausforderungen für die Augen der Schüler. Gutes Sehen ist für den Schulerfolg und die Entwicklung des Kindes unverzichtbar. Welche Anzeichen auf eine Sehschwäche hindeuten und was man dagegen tun kann, erfährst du in diesem Beitrag.
Service – 19. August 2019

Gutes Sehen ist Lebensqualität – das gilt von klein auf. Sehprobleme bei Kindern bleiben aber oft lange unentdeckt, weil sie sich im Vergleich zu Erwachsenen noch nicht dementsprechend ausdrücken können. Wird eine Sehschwäche zu spät erkannt, kann das ein Kind wesentlich in seiner Entwicklung einschränken.

In diesem Beitrag erfährst du

  • warum es so wichtig ist, Sehdefizite bei Kindern früh genug zu korrigieren,
  • an welchen Symptomen man erkennt, dass ein Kind schlecht sieht und
  • was Eltern in diesem Fall tun können.

Warum es so wichtig ist, Sehschwächen bei Kindern früh genug zu erkennen

Bewusste visuelle Wahrnehmung findet im Gehirn statt – die Sehzentren und deren Verknüpfung mit akustischen, sprachlichen und motorischen Zentren erfolgt innerhalb der ersten Lebensjahre. Ist die visuelle Informationsaufnahme in irgendeiner Art und weise gestört, wirkt sich das auch auf das Zusammenspiel mit Hören und Sprechen aus. Vor allem, wenn Kinder in die Schule kommen, können unterkannte und nicht korrigierte visuelle Defizite oft massive Probleme bereiten – weshalb Eltern gerade jetzt vor Schulanfang noch mehr auf die Augen ihrer Kinder achten sollten!

Gutes Sehen ist nicht nur ein genereller Wohlfühlfaktor, sondern gerade für Schulkinder enorm wichtig – sei es beim Lesen auf der Tafel, bei der Arbeit am Bildschirm oder als bedeutender Sicherheitsaspekt im Straßenverkehr (z. B. auf dem Schulweg) sowie bei Sport und Spiel im Freien. Kinder, die schlecht sehen, haben nicht nur häufig mit Lernproblemen zu kämpfen, sondern leiden auch häufig unter Koordinationsproblemen. Beides Faktoren, die ihnen nicht nur das Leben in der Schule, sondern oft auch den Umgang mit anderen Kindern erschweren.

Eine Sehschwäche frühzeitig zu erkennen und zu korrigieren könnte man demnach durchaus als Investition in die Zukunft unserer Sprösslinge erachten. Generell gilt: Je früher sie diagnostiziert wird, desto erfolgreicher kann die Sehschwäche behandelt werden – und desto früher profitiert das Kind wieder von klarer, scharfer Sicht, die ihm das Leben leichter macht. Hier gibt’s übrigens einen Leitfaden rund um Sehtests für Kinder – wann, wo und wie oft von Experten empfohlen.

Sehschwäche bei Kindern Optiker Steiermark© Pixabay/picjumbo_com
Gutes Sehen ist ein wesentlicher Faktor für den Lernerfolg und fürs Wohlfühlen in der Schule.

Woran erkennt man eine Sehschwäche bei Kindern?

Generell machen sich Sehfehler bei Kindern über viele ähnliche Symptome bemerkbar wie bei Erwachsenen. Da die Ansprüche in der (Vor-)Schule plötzlich andere sind als etwa im Kindergarten, fallen visuelle Defizite oft erst bei Schulkindern auf. Folgende Anzeichen können auf eine Sehschwäche hindeuten:

  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten
  • Leistungsabfall/Schulnoten werden plötzlich schlechter
  • Schnelles Ermüden beim Lesen, Schreiben, Rechnen oder Malen
  • Langsames oder fehlerhaftes Lesen, Auslassen von Wörtern, oftmaliges Verrutschen in der Textzeile, „springende/tanzende“ Zeilen
  • Ein Auge wird beim Schreiben/Lesen zugehalten
    Leseunlust
  • Fehlerhaftes Rechnen
  • Auffällig geringer Abstand zu Büchern/Monitor/Displays
  • Augenschmerzen, Anstrengung beim Sehen, gerötete/juckende/brennende/tränende Augen
  • Häufiges Augenreiben, Blinzeln, Runzeln der Stirn oder Schiefhalten des Kopfes
  • Kopfschmerzen und/oder Lichtempfindlichkeit
  • Sehschwierigkeiten in der Dämmerung/Dunkelheit
  • Koordinationsschwierigkeiten (ungeschicktes/tollpatschiges Verhalten, häufiges Stolpern, Stoßen an Hinternissen wie Türstöcken oder Möbeln, Balancestörungen, Probleme beim Ballspielen)
  • Schwierigkeiten beim Einschätzen von Entfernungen
  • Ungeduld, zappeliges Verhalten, Hyperaktivität
  • Sozialer Rückzug

Welche Anzeichen noch auf schlechtes Sehen – nicht nur bei Kindern – hindeuten können, erfährst du übrigens in diesem Artikel.

 

Was tun, wenn ich vermute, dass mein Kind schlecht sieht?

Vor allem Eltern von Taferlklasslern denken sich oft: Es gibt ohnehin eine schulärztliche Untersuchung, bei der das Sehvermögen meines Sprösslings getestet wird. Aber: Bis dahin sind oft schon einige Schultage/-wochen vergangen. Sollte das Kind eine Brille brauchen, macht es Sinn, wenn es sich bei Schulbeginn bereits an diese gewöhnt bzw. die Brille für das Kind ganz „normal“ geworden ist – die ersten Schulwochen und all die damit verbundenen Veränderungen erfordern ohnehin genug Aufmerksamkeit!

Also: Am besten noch vor Schulbeginn ab zum Sehtest! Ein Sehtest beim Fachoptiker tut nicht weh – und sollte das Kind eine Brille brauchen, ist diese meist in wenigen Tagen fertig, das Kind kann sich in Ruhe daran gewöhnen und startet mit klarem Durchblick ins erste bzw. neue Schuljahr!

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