Menü
© iStock/LightFieldStudios

Was eine Kinderbrille können muss

Kinderbrillen sind nicht einfach nur kleiner als Brillen für Erwachsene – die Unterschiede reichen von Design, Form, Material, Gläser bis hin zu speziellen Features. Woran man eine Sehschwäche bei seinem Kind erkennen kann und worauf man bei Brillen für Kinder besonders achten sollte.
Service – 12. Juli 2019

Welches Kind liebt es nicht, im Freien herumzutoben? Das macht Spaß und tut der Gesundheit rundum gut – darunter auch den Augen! Zahlreiche Studien belegen, dass mehrere Stunden natürliches Licht pro Tag das Risiko dafür senken, dass die Sehleistung sich verschlechtert. Fehlsichtigkeit oder Stellungsfehler der Augen sind aber nichts Seltenes und grundsätzlich auch kein Grund zur Sorge – wichtig ist nur, dass Sehschwächen früh genug erkannt werden, weil sie dann oft noch vollkommen korrigiert werden können bzw. eine Sehschwäche nicht nur langsamer voranschreitet, sondern dem Kind auch Schule, Alltag und Freizeit erleichtert.

Braucht ein Kind eine Brille, geht es vor allem darum, ein optimal passendes Modell zu finden, das nicht nur optisch gefällt und mit dem sich das Kind wohlfühlt, sondern das auch dem Lebensstil des Kindes entgegenkommt.

Dieser Ratgeber veranschaulicht

  • woran man erkennen kann, dass ein Kind eine Brille braucht,
  • warum die richtige Anpassung gerade bei Brillen für Kindern so wichtig ist,
  • was eine Kinderbrille hinsichtlich Design, Material und Passform können muss.

Woran erkenne ich, ob mein Kind eine Brille braucht?

Es gibt verschiedene Anzeichen, die darauf hindeuten können, dass ein Kind schlechter sieht: Oftmaliges Blinzeln und Augenreiben, häufiges Zusammenkneifen der Augen, „Danebengreifen“ und Koordinationsprobleme, Lichtempfindlichkeit, Kopfschmerzen und Unkonzentriertheit sind einige davon. Auch diese Symptome können auf eine Sehschwäche hindeuten. Aufschluss gibt jedoch nur ein Besuch beim Augenarzt oder Fachoptiker inklusive Sehtest – ab wann und wie oft man mit Kindern zum Sehtest sollte und wie sich der Sehsinn im Kindesalter entwickelt, erfährst du in diesem Artikel.

Kinderbrille: Warum Anpassung und richtiges Modell so wichtig sind

Das Wichtigste bei einer Kinderbrille: Um die Sehentwicklung positiv zu unterstützen und den Bedürfnissen und Gewohnheiten des Kindes (verschiedenste Sportarten, Hobbies wie Lesen, Malen, Basteln etc.) zu entsprechen, muss sie optimal angepasst werden – sprich, vom Experten, einem Fachoptiker, der sich nicht nur mit Passform und Stärke, sondern auch mit krankenkassenbezogenen Themen auskennt.

Brillen für junge Augen müssen optische Fehler perfekt ausgleichen, immerhin sind die Augen der Kids von früh bis spät gefordert: Ob auf dem Schulweg, in der Schule beim Lesen, beim Lernen, Hausaufgaben machen, beim Sport, aber auch genauso beim Spielen und Toben im Freien. Die richtige Brille kann nicht nur den Schulerfolg und die Freude am Lernen positiv beeinflussen, sondern fördert auch die sportliche Entwicklung eines Kindes und sorgt dabei für mehr Sicherheit. Weil sich Koordination und Geschicklichkeit aber erst mit dem Wachstum entwickeln, sollten die Brillen der Kids auch einiges aushalten – d. h., möglichst robust sein.

Und: Auch das Design muss stimmen! Die Zeiten, in denen es nur unvorteilhafte Krankenkassenbrillen mit zentimeterdicken Gläsern gab und man als Brillenschlange gehänselt wurde, sind zum Glück lang vorbei. Nicht nur dank Harry Potter gelten Brillen mittlerweile auch unter den Kids als cooles Accessoire. Wichtig ist nur, dass man seinen Sprössling ausreichend Mitspracherecht bei der Auswahl des Modells lässt – schließlich soll sich das Kind mit seiner Brille uneingeschränkt wohlfühlen und sie in jeder Lebenslage gerne tragen.

Kinderbrillen: Was sie können müssen

Wie schon oben erwähnt – wenn Kinder toben und spielen, geht es oft wild zu. Deshalb müssen Kinderbrillen nicht nur möglichst leicht sein, sondern vor allem robust und flexibel genug, um nicht zu schnell kaputt zu gehen, sich zu verbiegen oder gar zu brechen. Geeignete Materialien für Fassungen sind Kunststoff oder Metall.
Brillen für Kinder sollten nicht breiter sein als das Gesicht, nur bis zum unteren Augenbrauenrand reichen und die Wangenknochen nicht berühren. Wichtig ist vor allem ein sicherer Sitz – damit die Brille bei schnellen Bewegungen nicht gleich herunterfällt, sollten die Bügel einer Brille bei Kindern hinter den Ohren weit nach unten (fast bis zu den Ohrläppchen) reichen. Weiche Überzüge an den Bügeln schützen zusätzlich vor dem Verrutschen und vor unangenehmen Druckstellen. Auch breite Nasenstege mit weicher Auflage fördern eine komfortable, stabile Passform. Brillen für noch sehr kleine Kinder verfügen oft über flexible Bänder statt Bügel, mit denen die Brille noch stabiler sitzt und nicht so schnell verloren geht.

Hinsichtlich der Gläser gilt bei Kinderbrillen: Unbedingt zu Kunststoffgläsern greifen! Erstens, weil diese deutlich leichter sind als Mineralglas und so den Tragekomfort erhöhen. Zweitens, weil Kunststoffgläser weniger leicht zerbrechen bzw. splittern – gerade bei Kindern ein wesentlicher Sicherheitsfaktor! Zusätzlich sollten die Gläser als Schutz vor störenden Reflexionen entspiegelt sein, und spezielle Oberflächenversiegelungen schützen vor schnellem Zerkratzen. Tipp: Den Kids am besten von klein auf den richtigen Umgang mit der Brille und wie man diese pflegt lernen – mehr dazu in unserem Brillenpflege-Guide.

Wichtig: Weil die Augen von Kindern ständig im Wachstum sind, kann sich auch die Sehstärke schnell ändern. Regelmäßige Sehtests sind deshalb ratsam, um die Kinderbrille gegebenenfalls in der Stärke anpassen lassen zu können.

 

Neben der Korrektionsbrille für Kinder gibt es auch bei der Wahl der richtigen Kinder-Sonnenbrille es einiges zu beachten – mehr dazu in diesem Artikel!

Auch #sehenswert

Diese Website verwendet Cookies - nähere Informationen dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Klicken Sie auf "Zustimmen", um Cookies zu akzeptieren und direkt unsere Webseite zu besuchen. Sie können Cookies jedoch auch in unserer Datenschutzerklärung deaktivieren.