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Gute Nacht! 3 Facts zum Thema Augen und Schlafen

Was passiert mit unseren Augen, während wir schlafen? Was es mit dem “Sandmännchen” wirklich auf sich hat, warum sich die Augen im Schlaf wie verrückt bewegen und warum ausreichend Schlaf für die Sehorgane so wichtig ist.   
Service – 17. März 2021

„Schlafsand“ im Auge – was dahintersteckt

Gesunde Augen produzieren laufend Tränenflüssigkeit sowie das Sekret der Meibom- und anderer Drüsen. Ein Mix, der Bindehaut und Hornhaut feucht hält, mit Nährstoffen versorgt und vor Keimen schützt. Im Wachzustand blinzeln wir regelmäßig, wodurch übermäßige Flüssigkeit über den Tränenpunkt im Augenwinkel abtransportiert wird. Während des Schlafens wird a) weniger Tränensekret produziert und b) durch fehlendes Blinzeln auch nicht abtransportiert. Der “Sand”, der sich in inneren Augenwinkel ansammelt, besteht aus eingetrockneten Zellresten und Schmutzpartikeln.

Augenbewegungen im Schlaf

Warum schlafen Menschen (und auch viele Tiere) oft mit halb geöffneten Augen, die sich noch dazu ruckartig hin und her bewegen? Keine Sorge: Was unheimlich aussieht, hat nicht nur einen völlig harmlosen Hintergrund – es betrifft uns sogar alle und ist ein Zeichen für gute Schlafqualität. Die Zeit, in der die schnellen Augenbewegungen auftreten, ist sogar danach benannt: Während der REM-Phase (Rapid Eye Movement) befindet sich unser Körper im Tiefschlaf, während im Gehirn genau jene Areale aktiv sind, die im Wachzustand neue Bilder verarbeiten. Studien zufolge sollen die Zuckungen der Augen dabei die Seheindrücke während des Träumens widerspiegeln.

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Ruckartige Augenbewegungen beim Schlafen? Ganz normal und kein Grund zur Sorge.

Augen brauchen ausreichend Schlaf

Während des Schlafens regeneriert der gesamte Körper – darunter natürlich auch die Augen. Erholung, die sich unsere Sehorgane mehr als verdient haben: Die Augen sind tagsüber ständig aktiv, nehmen zig Tausende Eindrücke auf. 80 Prozent aller Informationen, die in unserem Gehirn ankommen, werden visuell aufgenommen. Nicht zu vergessen mehr als durchschnittlich sechs Stunden tägliche Bildschirmarbeit, die wir unseren Augen zumuten – dazu zählt nicht nur die Arbeit im Büro, sondern auch die Nutzung von Smartphone, Tablet und Co., die nicht selten mitverantwortlich für das Sicca-Syndrom ist. Sieben bis acht Stunden Schlafen pro Tag gelten als ideal, damit sich die Augen vom Sehstress ausreichend erholen können. Und: Blaulicht von Displays vor dem Schlafengehen vermeiden – über bestimmte Rezeptoren im Auge bewirkt es eine verminderte Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin und signalisiert dem Körper auf diese Weise, wachzubleiben. Sprich, die Müdigkeit setzt nicht oder viel später ein, der Schlaf-Wach-Rhythmus wird teils völlig durcheinandergebracht.

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Bildschirmarbeit ist Stress für die Augen – der Blaulichtanteil von Displays kann noch dazu unseren Schlaf-Wachrhythmus durcheinanderbringen.

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