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Was passiert bei einem Sehtest?

Brauche ich eine Brille? Ein Sehtest kann bei allen steirischen Optikern kostenlos durchgeführt werden. Hier der Ablauf im Detail.
Service – 12. März 2018

Manche haben schon länger das Gefühl, schlecht zu sehen und zögern es trotzdem immer wieder hinaus, ihre Augen vom Fachmann überprüfen zu lassen.
Einmal abgesehen davon, dass schlechte Sicht nicht nur unangenehm, sondern sogar gefährlich sein kann – beispielsweise hinterm Steuer oder beim Sport – gibt es dafür keinen Grund: Ein Schnell-Sehtest ist kostenlos und tut auch nicht weh! Und wer wirklich eine Sehhilfe, ob Brille oder Kontaktlinsen, braucht, kann danach aufatmen – denn ein guter Durchblick entspannt die Augen, was für bessere Leistung und Laune sorgt.

Wie ein Sehtest beim Fachoptiker abläuft, wird im Folgenden erklärt.

Der Schnell-Sehtest:
Erst einmal automatisch

Schritt eins eines Sehtests führt zum Autorefraktometer. Kinn und Stirn auflegen und gerade ins Gerät auf das eingeblende Bild schauen – mehr braucht man dafür nicht zu tun. Den Rest erledigt der Autorefraktometer, der die ungefähre Sehstärke ermittelt. Nach kurzer Zeit (die Messung dauert nur wenige Sekunden) zeigt das Gerät die Brechwerte an, die (gemeinsam mit den Werten ihrer bisherigen Brille bzw. Kontaktlinsen) die Basis für die folgende subjektive Sehstärkenbestimmung liefern.

Die Werte aus dem Schnell-Sehtest, dem eigenen Sehempfinden und der bisherigen Brille bzw. den Kontaktlinsen geben bereits einen guten Aufschluss über die aktuelle Sehleistung.

Die tatsächlichen Brillen- und/oder Kontaktlinsenwerte können jedoch erst über die subjektive Sehstärkenbestimmung – im Fachjargon als „Refraktion“ bezeichnet – bestimmt werden.

 

Subjektive Sehstärkenbestimmung (Refraktion):
Das Feintuning

Nach dem automatischen Schnell-Sehtest geht es weiter zur nächsten Station – der subjektiven Sehstärkenbestimmung, quasi dem individuellen Feintuning. Dabei unterscheidet man zwischen Fernvisus – die Sehschärfe ab einer Distanz von einem Meter – und Nahvisus, das ist die Sehschärfe bei einer Distanz von etwa 40 cm.

Für die Untersuchung des Fernvisus sitzt man vor der allseits bekannten weißen Sehtafel, auf der in schwarz Zahlen oder Buchstaben in verschiedenen Größen aufgedruckt sind und bekommt eine Messbrille in der zuvor gemessenen Stärke aufgesetzt. Jedes Auge wird einzeln untersucht, dabei hält der Optiker nun zusätzlich verschiedene Gläser vor die Messbrille und fragt, mit welchem Glas bestimmte Buchstaben bzw. Zahlen schärfer erscheinen. Nach der Ermittlung der Sehstärke für das rechte und das linke Auge wird mit beiden Augen gemeinsam noch ein binokularer (= beidäugiger) Abgleich vorgenommen.

Dieser Ablauf kann anstatt mit einer Messbrille auch mit einem sogenannten Phoropter (sieht aus wie ein grosser Schwenkarm mit Riesenmessbrille) durchgeführt werden.

Auch die Nahwerte – also der Grad einer Presbyopie (= Altersichtigkeit) – werden mit einer Messbrille evaluiert. Dabei bekommt der Patient eine Textprobe und soll sich damit so positionieren, wie er es üblicherweise beim Lesen tut – meist in einer Entfernung von 30 bis 40 cm. Auch die Entfernungen am Arbeitsplatz, wie PC, Schreibtisch oder zu Arbeitsgeräten sind relevant.

Danach werden die exakten Dioptrienwerte im Refraktionsprotokoll notiert und gemeinsam besprochen, welche Sehhilfe es werden soll.

Sofern nötig, werden auch das dreidimensionale Sehen, das Farbensehen oder spezielle Tests zum frühzeitigen Erkennen von Auffälligkeiten der Sehorgane ( = Screening) vom Fachoptiker vorgenommen.

Du siehst, der Weg zum besseren Durchblick ist also gar nicht so kompliziert! Und wann lässt du deine Augen checken?

Tipp: Mehr Infos zu Kurz- und Weitsichtigkeit bzw. Alterssichtigkeit gibt es in diesem Artikel.

 

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